Ich betreibe im Homelab so einige Dienste auf einem openSUSE microOS Server, die mit TLS-Zertifikaten von Let's Encrypt ausgestattet sind. Mein Domain-Provider Hetzner hat vor einiger Zeit seine DNS-API umgestellt und damit musste leider auch das bisher von mir genutzte certbot-dns-hetzner Container-Image ersetzt werden. Da mein OS immutable ist (und ich es gerne auch so wenig wie möglich modifiziere), sollte wieder ein Container her, der das für mich erledigt - aber diesmal hab ich leider nichts fertiges gefunden, also selbst schlau machen. Das Ergebnis gibt's in einem kleinen how-to, vielleicht kann der eine oder andere damit etwas anfangen.
Read more…Blog: Christian Waidner
Heute ist es dann soweit, der erste #diday ist ausgerufen. Ein Tag, um den ersten in einer Reihe Schritte zu unternehmen, um seine eigene Abhängigkeit (und damit in Summe die von vielen) von (US)-BigTech-Unternehmen voranzutreiben. Jeden ersten Sonntag im Monat bewusst eine Software, eine Plattform, ein Produkt wählen und idealerweise zu einem europäischen oder kleineren Anbieter wechseln. Damit entsteht nach und nach eine Welle, die andere mitnimmt, die sich aufgrund von Netzwerkeffekten ("aber alle meine Bekannten sind doch noch bei X") noch nicht trauen oder können.
Im Grundsatz eine echt gute Idee, da man damit eigentlich den ideologischen Diskussionen ausweichen kann, die solche moves in der Vergangenheit eher schwierig gemacht haben. Also Dinge der Art "na wenn Du schon wechselst, dann musst Du aber auch das noch tun". Und naja, wie soll ich es sagen, the flamewars are back.
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Aktuell findet das jährliche Treffen von Weltbank und Internationalem Währungsfond (IWF) in den USA statt und der Tenor ist grimmig: Die aktuelle Weltlage führt zu einer selbstverursachten wirtschaftlichen Stagnation, die es in diesem Ausmaße selten gegeben hat.
Die Politik der USA (bzw. von Präsident Trump), die daraus resultierenden neuen Zollkriege weltweit, dazu die Konflikte in der Ukraine und in Israel (wobei es ja nicht die einzigen bewaffneten Auseinandersetzungen sind, alles andere ist nur weiter weg und scheint die Ressourcengier und die Lieferketten westlicher Staaten weniger zu beeinflussen). KI erzeugt Arbeitsplatzunsicherheit, obwohl die tatsächliche Arbeitsersparnis vielleicht gar nicht so immens ist. Die tatsächliche wirtschaftliche Kraft einiger Unternehmen ist völlig entkoppelt von ihren irrationalen Bewertungen an den Börsen. Und die wesentlich schnellere Vernetzung der Welt (Internet und so) führt zu einer Multiplikation dieser Faktoren, weil viel schneller viel mehr Menschen von diesen Katastrophen erfahren.
Das Resultat - Unsicherheit. Und Wirtschaft mag Unsicherheit nicht. So gar nicht.
Read more…Ich sitze im Auditorium des Open Source Summit in Amsterdam. Eine der größten und wichtigsten Konferenzen im Linux-Umfeld. Um mich herum sind die Notebooks aufgeklappt und Leute schreiben wie ich gerade über die Keynote, arbeiten an ihren Programmen oder lesen Emails. Und alle Rechner, bei denen ich auf den Screen schauen kann, sind Windows-Laptops. Oft mit geöffnetem Outlook oder Teams. Die Ambivalenz dieser Konferenz ist überall greifbar.
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Ich weiß noch, wie ich als Kind gerne nachts im Auto mitgefahren bin, die Marken und Typen der anderen Autos auf der Autobahn anhand der Rücklichter geraten habe. Und die Trefferquote war hoch, weil es Markensprachen gab. Schwer zu beschreiben, aber man hat die Wagen anhand der Form und der Position der Lichter erkennen können.
Heute? Belangloses Einerlei. Was das ein BMW? Ein Mercedes? Irgendwas aus Asien. Völlig egal, alles ähnlich. Warum? Weil jeder Autohersteller jede Kundengruppe bedienen will. Weil es von jeder Marke praktisch alles gibt. Weil sich niemand traut, mal nicht zu passen. Die aktuell positive Ausnahme ist Hyundai - die trauen sich was in Sachen Design (https://www.hyundai.com/worldwide/en/company/innovation/design). Ansonsten ist da keine Unterscheidung mehr, da ist nur noch Beliebigkeit.
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